Warum die Erde leidet

22.3.2021
Das Naturhistorische Museum Basel rüttelt auf. Die neue Ausstellung «Erde am Limit» zeigt anhand beeindruckenden, anschaulichen Installationen, wie der Mensch die natürlichen Kreisläufe verändert.

Diese Ausstellung trifft den Nerv der Zeit. Klima, Umwelt, Natur, ja sogar Corona – das Naturhistorisches Museum Basel bündelt diese dringlichen Themen in der neuen Sonderausstellung «Erde am Limit». Nun ist es ja nicht so, dass wir über diese Dinge nicht auch sonst schon genug lesen, sehen und hören würden. Um daher eine nachhaltige Wirkung erzielen zu können, muss eine Ausstellung zum Klimawandel und der Rolle des Menschen in der Natur aus all den üblichen, ja teilweise auch – geben wir es zu – ermüdenden Diskussionen über Umweltthemen hervorstechen. Und genau dieses Kunststück schafft «Erde am Limit» – mit beeindruckenden, anschaulichen Installationen, die aufrütteln.

Raum «Das Süsswasser – begrenzt»
Raum «Das Süsswasser – begrenzt» (© Kostas Maros)

Jeder Raum der Ausstellung widmet sich einem anderen Einfluss des Menschen auf die Natur und die unterschiedlichen Ökosysteme. So wird dir die Übernutzung von Land, den Meeren und auch des Süsswassers vor Augen geführt – letzteres beispielsweise mit einem gigantisch hohen Turm aus Pet-Flaschen, welche deinen eigenen Wasserverbrauch durch Duschen, Waschen oder Kochen veranschaulicht. Eine andere Installation erklärt die Entstehung von Treibhausgasen und deren Einfluss auf die Klimaerwärmung. Hierzu werden zwei Pet-Flaschen mit Licht erwärmt. In der einen Flasche befindet sich Luft, in der anderen das Treibhausgas CO2. Du kannst live dabei zusehen, wie die Temperatur in der mit CO2 gefüllten Flasche schneller ansteigt als in jener mit Luft. Und dann erkennst du, wie schlecht es momentan um die Erde aussieht.

Raum «Das Klima – zu warm!»
Raum «Das Klima – zu warm!» (© Kostas Maros)

Raum «Die Meere – belastet»
Raum «Die Meere – belastet» (© Kostas Maros)

Überfischung der Meere, Erzeugung von Schadstoffen und Emissionen, Zerstörung von wertvollen natürlichen Lebensräumen – all diese Themen werden nicht von oben herab aus komplizierter wissenschaftlicher Sicht verdeutlicht, sondern sprechen dich in Form konkreter, einfacher Beispiele aus deinem täglichen Leben direkt an. Die Ausstellung fordert dich heraus, sodass du dich von selbst zu fragen beginnst: Was kann ich gegen den Klimawandel tun? Wie kann ich die natürlichen Ressourcen der Erde schonen und die Zerstörung der Erde durch den Menschen aufhalten? Im Ökobeichtstuhl kannst du dir ausserdem deine eigenen Klima-Sünden von der Seele reden.

Ökobeichtstuhl
Ökobeichtstuhl (© Kostas Maros)

Das Naturhistorische Museum Basel schafft es, deinen Museumsbesuch zu einem Erlebnis zu machen und dich zum Nachdenken anzuregen. Was erhoffst du dir von der Zukunft? Deine Wünsche kannst du aufschreiben und die anderen Museumsbesucher daran teilhaben lassen. Die Ausstellung «Erde am Limit» löst etwas aus, weil sie dir sämtliche Hintergründe zum Klimawandel einfach erklärt und verdeutlicht und dich interaktiv an der Ausstellung teilhaben lässt.

Übrigens: Das Naturhistorische Museum ging bei der Planung, Umsetzung und Bau der Ausstellung selbst auch neue Wege – und schenkte dem schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen grosse Beachtung. So wurden beispielsweise Materialien wiederverwendet, die bereits in anderer Form als Teil einer Ausstellung dienten. Zudem kamen auch Elemente aus vergangenen Ausstellungen anderer Museen wie dem Museum der Kulturen Basel und dem Museum Tinguely zu einer erneuten Verwendung. So geht Recycling und Upcycling im Museumskontext.

Freue dich auf eine beeindruckende Ausstellung und frage dich danach selbst: Was kannst du der Erde Gutes tun?

«Erde am Limit»

Naturhistorisches Museum Basel

erdeamlimit.ch

Ausstellungsdauer

20. November 2020 bis 3. Juli 2022

Veranstaltungen

Entdecke auch das vielfältige Angebot an Führungen, Exkursionen und Veranstaltungen zur Ausstellung.

Raum «Die Luft – verschmutzt»
Raum «Die Luft – verschmutzt» (© Kostas Maros)

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